BuJuLa 2008
Soester THW-Jugendgruppe trotzte den Wassermassen
Bereits zum zwölften Mal veranstaltete das Technische Hilfswerk ein bundesweites Jugendzeltlager. Zwei der über 400 Zelte auf dem Messeplatz am Trierer Moselufer gehörten der Jugendgruppe aus Soest. Gemeinsam mit rund 3000 Jungen und Mädchen aus ganz Deutschland verlebten die Jugendlichen dort eine tolle Zeit. Die Tage waren sonnig und heiß und auch der Bundesjugendwettkampf am Samstag startete unter verschärften Bedingungen bei hoher Luftfeuchtigkeit und tropischen Temperaturen. Aus jedem Bundesland war das beste THW-Jugendteam angetreten, um in nur zwei Stunden zehn schwierige Aufgaben zu erledigen. Dabei musste Strom verlegt werden, über einen künstlichen Bach wurde ein Holzsteg gebaut, Verletzte wurden von einem Turm abgeseilt und anderes mehr. Trotz dreißig Grad im Schatten und lauter Geräuschkulisse arbeiteten alle Kinder und Jugendlichen hoch konzentriert und ließen sich durch nichts ablenken.
Doch über den anspruchsvollen Wettbewerb hinaus gab es während einer Woche Zeltlager auch eine Menge anderer Aktivitäten, Ausflüge und Workshops. So standen für die Soester eine Stadtrallye in der Trierer Altstadt und der Besuch des Flughafens Frankfurt-Hahn auf dem Programm. Viel zu erkunden gab es auch in den Luxemburger Festungsanlagen und im Besucherbergwerk „Rischbachstollen“ im benachbarten Saarland. „Hier müssten wir mal eine große Bergungsübung machen“, waren sich die Soester THW-Junghelfer einig.
Nicht „Übung“ sondern „Einsatz!“ hieß es jedoch, als sich in der Nacht zum Sonntag ein Gewitter mit solcher Gewalt über dem Lagergelände entlud, dass innerhalb kürzester Zeit etliche Zelte unter Wasser standen und evakuiert werden mussten.
Glücklicherweise war die Soester Jugendgruppe auf wundersame Weise kaum von den Wassermassen betroffen. Scherzhaft wurde die Parzelle deshalb schon in „Hallig Soest“ umbenannt. Das gleiche Szenario wiederholte sich in der folgenden Nacht, als erneut starke Gewitter über Trier niedergingen. Doch davon ließ sich niemand die Laune verderben. Als Tags darauf die Sonne wieder schien, war aus der unfreiwilligen nächtlichen Dusche schnell eine spannende Abenteuergeschichte geworden.


Zahlen aus dem 12. Bundesjugendlager
Teilnehmer
3300 Teilnehmer aus allen 16 Bundesländern, darunter
500 Ehrenamtliche des THW
50 Hauptamtliche des THW
70 Schiedsrichter
30 Kollegen von der Protection Civile (LUX)
Gäste: zwei Jugendfeuerwehrgruppen aus Deutschland und eine Gruppe der polnischen Jugendfeuerwehr.


Technik:
über 400 Zelte
über 500 Fahrzeuge
Stromverbrauch entsprechend einem Dorf mit 1000 Einwohnern
Stromverteilung mit zwei Kilometern Starkstromkabel
500 Stromanschlusspunkte
115 Toiletten und diverse Urinale
110 Duschen
160 Meter Abflusskanäle
400 Meter Frischwasserleitung.


Verpflegung:
Während der Lagertage wurden unter anderem gefuttert...
82.500 Brötchen, 1100 Kilogramm Butter, 3500 Fleischspieße, 3500 Frikadellen, 3500 Schnitzel, 700 Kilogramm Gyros, 8000 Äpfel, 8000 Birnen, 3000 Orangen, 200 Kilogramm Salat, 500 Kilogramm Aufschnitt, 600 Kilogramm Käse, 21.000 Portionen Nuss-Nougat-Creme.

Getränkeverbrauch:
Rund 10.400 Liter Mineralwasser, 1.200 Liter Softdrinks, 10.000 Liter Tee, 5.000 Liter Eistee, 4.000 Liter Fruchtsaftgetränke plus 1.400 Liter Bier (für die Betreuer!) = 33.400 Liter ausgegebene Getränke plus 4 Wasserzapfstellen, die direkt an die Trinkwasserleitung angeschlossen waren und deren Durchlauf nicht festgestellt werden kann

Über 4300 Rollen Klopapier wurden verbraucht (plus etliche Großrollen in der Messehalle)
150 Kubikmeter Müll fiel an (nach Wertgruppen sortiert: Plastikflaschen, Papier)

3 Computernetzwerke wurden installiert (2 LAN, 1 WLAN)
28 Rechner mit ca. 50 angeschlossenen Computer-Arbeitsplätzen waren in Betrieb (plus ca. 30 privat mitgebrachte Laptops)

Es gab über 1100 leichte medizinische Versorgungsfälle

Es gab 33 Liter/qm Niederschlag (Unwetter Sonntagnacht)


Quelle:
THW-Jugend e.V.
Bundesjugendlager 2008
Organisationsteam
Pressestelle


31.07.2008 - TK